23.06.2026
Rookie-Saison
Mit dem dritten Pick im diesjährigen Draft holten sich die Arizona Cardinals eines der vielversprechendsten Running-Back-Talente des Landes. Trotz der hohen Erwartungen denkt Jeremiah Love jedoch nicht an persönliche Auszeichnungen - sondern daran, wie er seiner neuen Mannschaft helfen kann.

Jeremiah Love galt als einer der besten Running Backs des Landes, weshalb sich die Arizona Cardinals seine Dienste früh im Draft sicherten. Während das Franchise klare Pläne für den 21-Jährigen verfolgt, hat auch Love eine eindeutige Vorstellung davon, worauf es ankommt: "Ich habe im Laufe meiner Zeit als Spieler gelernt, dass man mit persönlichen Zielen allein nicht wirklich dahin kommt, wo man hinwill. Letztendlich dreht sich alles um die Team (…)", erklärt Love gegenüber NFL.com. Weiter betont er: "Solange man im Team seinen Teil beiträgt, bekommt man in der Regel die persönliche Anerkennung und erreicht die persönlichen Ziele, die man sich gesetzt hat. Mein Ziel ist es also, mich gut in dieses Team einzufügen und alles zu tun, was Head Coach Mike LaFleur von mir erwartet."
Während seiner Zeit bei Notre Dame überzeugte Love nicht nur mit starken Statistiken - mehr als 3000 Yards, 21 Touchdowns und mehrere Auszeichnungen sprechen für sich. Für den Running Back wären diese Erfolge ohne das Team jedoch nicht möglich gewesen:
"So war ich eigentlich schon immer", sagt Love. "Ich war nie wirklich der Typ, der sich Ziele setzt. Ich habe mir zwar immer Ziele gesetzt, aber diese standen immer in irgendeiner Weise im Zusammenhang mit der Mannschaft. Wie letztes Jahr: Ich wollte den Doak-Walker-Award im College gewinnen, ich wollte den Heisman gewinnen, aber das hätte nicht geklappt, wenn ich nicht das getan hätte, was ich für mein Team tun musste, und meine Rolle im Team nicht erfüllt hätte. Beides geht Hand in Hand, deshalb versuche ich, alles auf das Team auszurichten."
Aufgrund seiner Leistungen und seines frühen Draftpicks ist davon auszugehen, dass die Cardinals früh erwarten, dass Love seine Qualitäten auf dem Feld zeigt. Ein Druck, der einen Rookie in der NFL schnell überfordern kann.
Love betont jedoch, dass er nicht der einzige Spielmacher im Offensivkader der Cardinals sei. Zwar wolle er alles tun, was LaFleur und sein Trainerstab von ihm verlangen, gleichzeitig sei ihm aber bewusst, dass das Team über genügend Alternativen verfüge.
"Der ganze Druck wird nicht nur auf mir lasten", meint Love. "Man braucht nicht nur einen einzigen Spieler, der da rausgeht und pro Spiel 30 Läufe absolviert. Wie viele Spiele haben wir denn, möglicherweise 21 in dieser Saison? Das wird auf lange Sicht also nicht besonders gut funktionieren."
Mit Marvin Harrison Jr. und Trey McBride hat er bereits zwei erfahrene Offensivspieler neben sich. Auch Tyler Allgeier kann dem NFL-Neuling unter die Arme greifen können, sollte es brenzlig werden. "Letztendlich ist es ein Mannschaftssport. Alleine schafft man nichts, vor allem nicht als Running Back", verdeutlicht Love.
lgr