09.12.2025
NFL-Wochenende kompakt
Week 14 der NFL hat für Hochspannung und überraschende Ergebnisse gesorgt. Die Bills gewinnen einen Shootout im Schnee gegen die Bengals, die Packers gewinnen ein dramatisches Spiel gegen die Bears, die Broncos feiern ihren zehnten Sieg in Serie und die Chiefs fallen weiter.

Die Detroit Lions gewinnen einen echten Shootout gegen die Dallas Cowboys mit 44:30. Damit bleiben die Lions mit einem Record von 8-5 weiter in Schlagdistanz im Kampf um die Playoff-Plätze in der NFC.
Die Cowboys hingegen müssen mit der Niederlage in Detroit einen echten Rückschlag hinnehmen und haben mit einer Bilanz von 6-6-1 nur noch geringe Chancen auf einen Platz in den Playoffs.
In der ersten Hälfte schenkten sich beide Teams nur wenig, lediglich die Defenses und Special Teams sorgten für Highlights. Mit einem 100-Yard-Kickoff-Return-Touchdown starteten die Seahawks dann aber ihr Offensiv-Feuerwerk. Dabei profitieren sie auch von den vorweihnachtlichen Geschenken der Falcons.
New Orleans sorgt in Tampa für den Upset und gewinnt ein enges, intensives Spiel, in dem beide Teams über weite Strecken auf Augenhöhe agierten. Die Saints traten von Beginn an mutig auf, hielten den Favoriten mit Physis und guter Feldposition unter Druck und zeigten offensiv genug Struktur, um in den entscheidenden Momenten zu punkten.
Tampa Bay blieb zwar in Reichweite und hatte bis spät die Chance, das Spiel noch zu drehen, ließ aber zu viele Gelegenheiten liegen. Am Ende entschieden für New Orleans vor allem Nervenstärke, situatives Football und ein Quarterback-Auftritt, der im richtigen Moment Verantwortung übernahm - während die Buccaneers das Spiel in der Crunch Time nicht mehr zurückholten.
Minnesota beendete seine Offense-Durststrecke mit einem überzeugenden Auftritt und feierte einen deutlichen Shutout-Heimsieg. Die Vikings spielten kontrolliert, nutzten ihre Drives effizient und diktierten mit Ballbesitz und Rhythmus über lange Strecken das Tempo, während Washington offensiv nie ihren Flow fand.
Für die Commanders wurde es zusätzlich bitter, weil sich der ohnehin schwierige Tag durch einen verletzungsbedingten Quarterback-Wechsel noch weiter verkomplizierte. Minnesota blieb defensiv aggressiv, zwang Fehler und ließ bis zum Schluss kaum etwas zu - ein rundes Komplettpaket, das für Washington wie ein kompletter Reset-Moment wirkte.

Nach einem ausgeglichenen Auftakt zwischen den Indianapolis Colts und Jacksonville Jaguars verloren die Colts Quarterback Daniel Jones. Ohne den etatmäßigen Starter ging offensiv nicht mehr viel, während auch die Defense kaum Lösungen fand.
Die Miami Dolphins gewinnen ihr viertes Spiel in Folge und schlagen die New York Jets deutlich mit 34:10. Das Spiel war bereits nach der ersten Halbzeit entschieden, als die Dolphins mit 24:7 führten.
Geprägt war das Spiel durch bitte Verletzungen auf beiden Seiten. Tyrod Taylor bei den Jets und De´Von Achane bei den Dolphins, mussten das Spiel frühzeitig verlassen. Miami verbessert den eigenen Record damit auf 6-7, die Jets fallen auf 3-10.
DIe Tennessee Titans gewinnen ihr zweites Spiel in der Saison und schlagen die Cleveland Browns mit 31:29. Beide Rookie-QBs zeigten ein ordentliches Spiel, indem Cam Ward am Ende die Oberhand hatte.
Kurz vor dem Ende des Spiel scheiterten die Browns an einer Two-Point Conversion. die Titans verbessern ihre Bilanz auf 2-11, die Browns fallen auf 3-10.
Die Steelers gewinnen den AFC-North-Showdown in Baltimore und übernehmen damit die Division-Führung. Pittsburgh gab dem Spiel früh die Richtung vor, spielte offensiv deutlich stabiler und setzte im Passspiel immer wieder Akzente, während die Ravens lange nach Konstanz suchten und insgesamt zu oft nur stückweise ins Rollen kamen.
Baltimore blieb zwar bis zum Ende dran und hatte in der Schlussphase mehrfach die Chance, das Spiel zu drehen, doch die Steelers-Defense hielt in den entscheidenden Momenten stand. Am Ende war es ein Sieg, der vor allem über Kontrolle, Disziplin in kritischen Situationen und ein reiferes Gesamtpaket zustande kam - während Baltimore sich trotz spürbarem Comeback-Druck nicht belohnte.
Von Beginn drückten beide Teams auf das Tempo, jedoch hatten die Cincinnati Bengals lange Zeit die Nase vorne. Erst nach der Pause legen die Buffalo Bills eine Schippe drauf. In einem verrückten Schlussviertel drehen sie einen Zehn-Punkte-Rückstand.
Die Denver Broncos gewinnen auch ihr zehntes Spiel in Serie und schlagen die Las Vegas Raiders 24:17. Durch den Sieg steht das Team rund um Quarterback Bo Nix auf dem ersten Platz der AFC.
Die Raiders hingegen verlieren erneut und bleiben weiterhin abgeschlagen auf dem letzten Platz der AFC West. Die Broncos verbessern ihre Bilanz auf 11-2, die Raiders fallen auf 2-11.
Die Green Bay Packers haben mit einem hart erarbeiteten 28:21 gegen die Chicago Bears nicht nur Rang 1 in der NFC North übernommen, sondern zugleich auch in dieser ältesten NFL-Rivalität einmal mehr die Oberhand behalten.
Bitter: In der unglaublich engen NFC rutschten die Bears derweil von Rang 1 auf Platz 7 (!) ab. Immerhin kommt es schon in zwei Wochen kurz vor Weihnachten (20. Dezember) zur Neuauflage - dann in Chicago.
Die Los Angeles Rams feierten in Glendale einen klaren 45:17-Auswärtssieg und ließen den Arizona Cardinals über weite Strecken keine Chance. Nach einem frühen Cardinals-Touchdown übernahm Los Angeles komplett die Kontrolle und setzte sich dank eines dominanten Laufspiels und explosiver Passoffense schnell ab.
Puka Nacua, Blake Corum und Kyren Williams sorgten gemeinsam für mehrere Big Plays und Touchdowns, während die Rams-Defense Jacoby Brissett immer wieder unter Druck setzte.
Mit einem klaren 20:10 in Kansas City stoppen die Houston Texans nicht nur Mahomes, sondern auch die neunjährige AFC-West-Herrschaft der Chiefs. Houstons Defense dominierte komplett: Mahomes kam auf nur 160 Yards und warf drei Interceptions, darunter der späte Pick von Azeez Al-Shaair, der das Spiel entschied.
Die Texans (8-5) bleiben heiß im Playoff-Rennen - die Chiefs (6-7) dagegen erleben ihren tiefsten Sturz der Mahomes-Ära.
Die Los Angeles Chargers siegen in einem chaotischen Monday Night Game 22:19 nach Overtime gegen die Philadelphia Eagles. Cameron Dicker traf alle fünf Field Goals, inklusive des 54-Yard-Game-Winners.
Philadelphia schlug sich selbst: Jalen Hurts verursachte fünf Turnovers, während die Offense kaum Rhythmus fand. Ein später 52-Yard-Touchdown von Saquon Barkley reichte nicht - in der Verlängerung legten die Chargers vor, und Tony Jeffersons Endzone-Interception entschied das Spiel endgültig.
mgs, red