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    NFL

    vor 14 Stunden

    Colts-Stars und Safetys

    Vor der Trade-Deadline: Diese Starspieler könnten das Team wechseln

    Die Trade-Deadline in der NFL rückt immer näher und Franchises bereiten zunehmend Angebote vor. Dabei geht es vor allem um einige Starspieler, die noch vor dem Ablauf der Frist das Team wechseln könnten. Zu den Starspielern zählen einige Athleten der Colts, aber auch ein anderer Star-Running-Back und zwei Safetys.

    Philadelphia Eagle Running Back Saquon Barkley und Arizona Cardinals Safety Budda Baker in der NFL.
    Diese Starspieler könnten das Team wechseln. IMAGO/ZUMA Press Wire IMAGO/Icon Sportswire

    Am 10. November ist die Trade-Deadline. Bis zu diesem Punkt können Teams noch Spieler und Draftpicks austauschen. Dabei zeichnet sich immer mehr ab, welche Teams eher bereit sind, Spieler abzugeben und welche Abnehmer für die Spieler infrage kommen. Unter den möglichen Trade-Kandidaten sind auch einige Starspieler, bei denen sich ein Blick auf die Gründe und die potenziellen neuen Teams besonders lohnt:

    Colts-Duo: Jonathan Taylor und DeForest Buckner

    Bei den Indianapolis Colts dreht sich seit der Entlassung von General Manager Chris Ballard alles um potenzielle Trades von Spielern. Nach einem enttäuschenden Saisonstart und einem Record von 2-5 wird in Indianapolis die Befürchtung größer, dass ein Umbruch unvermeidbar ist. Besonders auch deshalb, weil Daniel Jones überhaupt nicht an seine gute Leistung aus der letzten Saison anknüpfen kann und aktuell ein weiteres Mal wie ein teures Fehlinvest aussieht.

    Am Dienstag tüteten die Colts dann den ersten Deal ein. Das Team tradete Star-O-Liner Quenton Nelson zu den Seattle Seahawks für einen Drittrundenpick in 2027 und einen Fünftrundenpick in 2028.

    Ob und wie viele Spieler die Colts nach diesem Blockbuster am Ende wirklich traden, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass es einige Interessenten für die Starspieler des Teams gibt. Am häufigsten taucht Star-Running-Back Jonathan Taylor in den Trade-Gerüchten auf. Der 27-Jährige konnte bisher 587 Yards erzielen und führt die NFL mit acht Rushing-Touchdowns an.

    Für einen Trade kommen besonders die Minnesota Vikings infrage. Während die Defense des Teams den Erfolg des Franchises garantiert, kommt die Offense überhaupt nicht in Fahrt. Mit einem Running Back wie Jonathan Taylor könnte sich das ganz schnell ändern. Zudem verletzte sich auch noch Aaron Jones, weshalb ein Need bei dem Team vorhanden ist.

    DeForest Buckner ist ein sehr erfahrener Pass Rusher und konnte in dieser Saison bereits vier Sacks erzielen. Der 32-Jährige spielt mit einer Menge Erfahrung und ist ein wichtiger Bestandteil der Colts-D-Line. Dennoch könnte ihn Indianapolis abgeben, da er mit 26,6 Millionen Dollar einen großen Cap Hit hat. Die Colts könnten mit einem Trade die großen Kosten loswerden und sogar noch etwas Draftkapital im Gegenzug erhalten. Aktuell gelten die San Francisco 49ers als heißer Kandidat.

    Derwin James

    Derwin James war lange Zeit einer der besten Safetys der NFL und war besonders für sein sehr hartes und technisch sauberes Tackling bekannt. In der aktuellen Saison kam James bisher erst auf drei Einsätze und konnte noch nicht wirklich von sich überzeugen. Doch viele NFL-Teams wissen, dass immer noch eine Menge in dem 30-Jährigen steckt.

    Als möglicher Abnehmer werden immer wieder die Cincinnati Bengals genannt, die in einer stark umkämpften AFC North ihre Defense nach vielen Verstärkungen in der Offseason noch einmal auf ein anderes Level bringen könnten.

    Budda Baker

    Budda Baker gilt ebenso wie Derwin James als einer der besten Safetys der Liga. Der 30-Jährige konnte in dieser Saison bereits 44 Total Tackles, vier Tackles for Loss und 3,5 Sacks erzielen. Zudem sammelte er vier Pass Deflections und fing einen gegnerischen Pass ab. Als Schlüsselspieler der Cardinals-Defense dürfte sich Arizona schwertun, Baker abzugeben, doch bei der aktuellen Formkurve des Teams würde Draftkapital sehr helfen, einen Umbruch möglichst schnell umzusetzen.

    Die Cincinnati Bengals gelten auch bei Baker als einer der größten Interessenten. Hinzu kommen aber auch die Detroit Lions, die bisher unter der schwachen Defense litten. Mit Baker könnten die Lions viele Probleme in der Secondary lösen und wieder voll in den Spitzenkampf in der NFC North einsteigen.

    Jeffery Simmons

    Jeffery Simmons ist der absolute Starspieler in Tennessee. Trotz seiner Spiel für Spiel dominanten und herausragenden Leistung, kommt das Team nicht in die Erfolgsspur. Nach sieben Spielen haben die Titans erst ein Duell für sich entscheiden können und müssen sich jetzt schon damit befassen, eine weitere Saison ohne Playoff-Teilnahme zu absolvieren.

    Tennessee Titans Defensive Dackle Jeffery Simmons (98) kommt auf Feld für ein NFL-Spiel.
    Jeffery Simmons könnte die Titans noch verlassen. picture alliance / ZUMAPRESS.com

    Simmons käme dabei als Trade-Kandidat infrage, der einen großen Gegenwert besitzt. Simmons unterschrieb zwar erst in dieser Offseason einen neuen Vertrag in Tennessee und sollte der Stützpfeiler der neuen Ära werden, doch nach einem erneut extrem enttäuschenden Start, kommt es möglicherweise zu einem Umdenken bei den Verantwortlichen. Mit 29 Jahren ist Simmons zusätzlich in einem guten Football-Alter und hätte bei seinem neuen Team noch einige gute Jahre im Tank.

    Als Interessent könnten sich die Chicago Bears in Lauerstellung begeben. Nach einem guten Start und mit der Rückkehr von Caleb Williams strebt das Team erneut die Playoffs an und Simmons würde die D-Line der Bears sofort auf ein neues Level heben. Auch die New York Giants könnten einen Spieler wie Simmons gut gebrauchen, wenn der Saisonverlauf weiterhin so positiv verläuft wie bisher.

    Saquon Barkley

    Den Saisonverlauf bis Woche 7 haben sich alle in Philadelphia ganz anders vorgestellt. Nachdem das Team in London auf 2-3 zurückgefallen war, kam dann auch noch die Hiobsbotschaft für das Franchise: Jalen Hurts fällt die restliche Saison aus. Tanner McKee übernahm und verlor die letzten beiden Spiele. Damit stehen die Eagles bei 2-5 und haben bereits Center Cam Jurgens abgegeben.

    Damit öffnet sich auch die Möglichkeit für andere NFL-Teams, bei Star-Running-Back Saquon Barkley anzuklopfen. Der Ballträger kommt in der aktuellen Saison zwar erst auf 244 Yards, wurde aber auch von einigen kleineren Verletzungen ausgebremst. Sollten die Eagles ein lukratives Angebot für den 29-Jährigen erhalten, müssten sie einen Trade zumindest in Betracht ziehen. Gleichzeitig würde das ein Zeichen des Aufgebens senden, was die Eagles kalkulieren müssen.

    Möglicher Abnehmer sind wie auch bei Jonathan Taylor die Minnesota Vikings. Barkley könnte die Offense auf ein neues Level heben und sowohl als Läufer als auch als Passempfänger Gefahr ausstrahlen. Ebenso wird immer wieder über eine Rückkehr zu den New York Giants spekuliert. New York führt die NFC East mit 4-2-1 an und viele Fans würden sich über eine Rückkehr des Star-Running-Backs freuen. Doch ob die Eagles Barkley wirklich an einen Divisions-Rivalen abgeben und ob die Giants einen Umbruch der Eagles mitfinanzieren wollen, bleibt abzuwarten.

    Brian Thomas Jr.

    Brian Thomas Jr. ist der einzige Spieler von einem Team mit positivem Record. Die Jacksonville Jaguars stehen mit 4-2 an der Spitze der AFC South und haben einen komfortablen Abstand zu den an zwei liegenden Indianapolis Colts mit einem Record von 2-5. Dennoch sollte das Team darüber nachdenken, seinen ehemaligen Erstrundenpick abzugeben. Denn Thomas Jr. konnte seit seiner Rookie-Saison nicht mehr überzeugen und läuft seiner damaligen Form weit hinterher.

    Jacksonville Jaguars Wide Receiver Brian Thomas Jr. 7 bei einem NFL-Spiel.
    Die Jacksonville Jaguars könnten Brian Thomas Jr. abgeben. IMAGO/Icon Sportswire

    Nachdem er in der vergangenen Saison mit Drops zu kämpfen hatte und nur auf knapp über 700 Receiving Yards und zwei Touchdowns kam, sieht es diese Saison noch düsterer für den ehemaligen LSU-Receiver aus. Der Wideout wurde nur 19-mal angeworfen und fing davon nur neun Bälle für 105 Yards und einen Touchdown. Bei diesen Zahlen bleibt also die Frage, inwieweit Thomas Jr. dem Team wirklich noch helfen kann oder ob der Trubel um seine Person nicht immer mehr zum Störfaktor wird. Zwar versicherte Head Coach Liam Coen, dass es keine Intentionen gäbe, den jungen Passempfänger abzugeben, dennoch muss Jacksonville in Betracht ziehen, Thomas Jr. abzugeben, um noch etwas im Gegenzug für ihn zu erhalten, ehe NFL-Teams das Interesse an ihm verlieren. Arizona machte dieses Vorgehen vor und ließ Marvin Harrison Jr. per Trade zu den Houston Texans ziehen.

    Mögliche Abnehmer für Brian Thomas Jr. könnten die Kansas City Chiefs sein. Das Team rund um Patrick Mahomes lebt aktuell nur vom Laufspiel und bei der deutlichen Niederlage gegen die Seattle Seahawks wurde deutlich, wie anfällig diese Offense ist, wenn das Laufspiel gestoppt wird. Ein anderer möglicher Abnehmer könnten die Los Angeles Rams sein, die mit einem angeschlagenen Puka Nacua und einem länger verletzten Davante Adams großen Bedarf auf dieser Position haben.

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    nhu