12.04.2026
Nach Mendoza und Simpson
Fernando Mendoza geht sehr wahrscheinlich als First-Overall-Pick zu den Las Vegas Raiders. Der nächste Quarterback-Name ist Ty Simpson, der in der späten ersten Runde oder zu Beginn der zweiten Runde erwartet wird. Danach aber wird es dünn. Wer ist der dritte Quarterback dieser Klasse, und wann hört er seinen Namen in Pittsburgh?

Der NFL Draft 2026 hat auf der Quarterback-Position eine klare Hierarchie. Fernando Mendoza von Indiana zu den Las Vegas Raiders mit dem ersten Pick ist so gut wie gesetzt. Ty Simpson von Alabama gilt als weiterer First-Round-Kandidat, vermutlich am späten Abend des ersten Draft-Tages. Doch was danach kommt, ist alles andere als klar. Denn hinter diesen beiden Namen beginnt eine Zone voller Fragezeichen, gefallener Erwartungen und offener Fragen.
Mendoza ist in dieser Klasse unangefochten die Nummer eins auf der Position. Simpson folgt als erwarteter Erstrunden-Pick, wenn auch in einer deutlich weniger sicheren Position. Alles dahinter ist Spekulation, und genau das macht die Quarterback-Landschaft dieses Jahres so ungewöhnlich. Denn oft gibt es in einem Draft mehrere Quarterbacks, die als potenzielle Starthilfen für NFL-Franchises gehandelt werden. In diesem Jahr ist das anders.
Garrett Nussmeier von LSU, Sohn von Saints-Offensive-Coordinator Doug Nussmeier, gilt allgemein als drittbester Quarterback dieser Klasse. Doch seine fünfte und letzte College-Saison bei LSU war eine Enttäuschung. Zu viele Sacks, zu viele Verletzungen, zu wenig von dem, was ihn zu Beginn der Saison 2025 noch mit First-Round-Hype ausgestattet hatte. Aus einem potenziellen Erstrunden-Pick ist ein Mid-Round-Kandidat geworden.
Drew Allar von Penn State erzählt eine ähnliche Geschichte. Solide Karrierestatistiken, dazu brauchbare athletische Fähigkeiten als Läufer, gepaart mit dem wahrscheinlich besten Arm im Draft. Doch 2025 begann er schwach, ehe eine Knöchelverletzung seine Saison vorzeitig beendete. Für viele Teams reicht das nicht aus, um in ihm einen verlässlichen NFL-Starter zu sehen.
Ähnliches gilt für Cade Klubnik von Clemson. Auch er startete in die Saison 2025 mit reichlich Vorschusslorbeeren, aber auch er enttäuschte gemeinsam mit seinem kompletten Team. Heute gilt er womöglich sogar als Day-3-Kandidat. Carson Beck von Miami, der nach seinem Transfer von Georgia das Team bis ins nationale Meisterschaftsspiel führte, verbesserte zwar seinen Draft-Stock durch die starke Saison, wird aber ebenfalls eher als Mid-Round-Pick eingestuft.
Der vielleicht faszinierendste Name in dieser Gruppe ist Taylen Green. Beim NFL Combine lieferte der 2,01 Meter große Quarterback eine Show der Extraklasse ab: 4,36 Sekunden im 40-Yard-Dash und ein Vertikalsprung von 43,5 Zoll (110,5 cm), der beste Wert, den ein Quarterback beim Combine je erzielt hat. Als Athlet erfüllt Green jede erdenkliche Anforderung. Das Problem liegt woanders. In vier Jahren als College-Starter waren seine Passing-Statistiken bestenfalls durchschnittlich. Athletik allein macht keinen NFL-Quarterback, und genau das ist Greens zentrales Fragezeichen.

Ein weiterer Name, den es zu beobachten gilt, ist Cole Payton von North Dakota State. Der Linkshänder hat hochwertiges Tape vorzuweisen und gilt als außergewöhnlicher Athlet. Der entscheidende Vorbehalt: North Dakota State spielt nicht gegen die stärkste Konkurrenz im College-Football, was die Übertragbarkeit seiner Leistungen auf die NFL-Ebene schwer einzuschätzen macht.
Dieser Draft hat hinter Mendoza mehr offene Fragen auf der Quarterback-Position als die meisten Jahre zuvor. Wann wird Simpson genau gedraftet? Wer ist der dritte Quarterback vom Board, und in welcher Runde fällt sein Name? Wird ein Team überraschend früh einen der hinteren Kandidaten auswählen, weil es intern eine höhere Draft-Note vergeben hat als der Konsens? All das wird Pittsburgh Ende April beantworten. Bis dahin bleibt die Quarterback-Frage in diesem Draft das, was sie die gesamte Vorbereitungszeit war: ungelöst.
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