03.10.2026
Nach vier Spielen
Vier Spiele, vier Siege - und trotzdem ist bei Arch Manning längst nicht alles so dominant, wie es die Bilanz vermuten lässt. Der Quarterback der Texas Longhorns hat zwischen Gala, historischem Comeback und zähen Auftritten bislang nahezu das gesamte Spektrum gezeigt.

Auf dem Papier hätte der Saisonstart für Texas kaum besser verlaufen können. Die Longhorns stehen bei 4-0 und besiegten unter anderem Ohio State (damals Nr. 1 im AP-Ranking) sowie Tennessee (Nr. 14). Manning brachte dabei 73 seiner 115 Pässe für 862 Yards, sieben Touchdowns und drei Interceptions an. Das entspricht einer Quote von 63,5 Prozent.
Zum Auftakt schien Manning die enormen Erwartungen sofort bestätigen zu können. Beim deutlichen 59:7 gegen Texas State komplettierte er 20 seiner 27 Pässe für 305 Yards und vier Touchdowns. Es war bislang sein klar stärkster und vollständigster Auftritt der Saison.
Eine Woche später sah die Sache gegen Ohio State lange anders aus. Manning und die gesamte Texas-Offense fanden zunächst kaum einen Rhythmus, auch wenn damals durchaus ein Haufen Pech dabei war. Im Schlussviertel führte der Quarterback sein Team dann aber doch noch zu 21 unbeantworteten Punkten und einem historischenen 24:23-Erfolg. Die Aufholjagd aus 20 Punkten Rückstand war die größte eines Teams gegen die Nummer eins der AP-Rangliste in einem vierten Viertel - jemals.
Gegen UTSA folgte beim 30:6-Sieg wieder ein deutlich unspektakulärerer Auftritt. Manning brachte nur die Hälfte seiner 32 Pässe an und kam auf 161 Yards, warf aber immerhin zwei Touchdowns.
Beim 20:17 gegen Tennessee arbeitete er zwar effizienter und komplettierte 14 von 19 Pässen für 201 Yards. Einen Touchdown-Pass brachte er allerdings nicht zustande, leistete sich eine Interception und wurde hinter seiner Offensive Line sechsmal zu Boden gebracht.
Damit bleibt Mannings Saison bislang tatsächlich schwer einzuordnen. Er spielt nicht annähernd so schwach, wie es manche Kritiker nach einzelnen Serien darstellen. Die Dominanz, die vor der Saison von einem der größten Heisman-Favoriten erwartet wurde, zeigt er bislang aber ebenfalls nicht konstant. Seine Quoten auf die Auszeichnung verschlechterten sich nach dem mühsamen Erfolg in Tennessee deutlich.
Für Manning spricht vor allem, dass er in der entscheidenden Phase gegen Ohio State seine bislang beste Antwort lieferte. Texas ist weiterhin ungeschlagen und muss sich trotz mehrerer offensiver Probleme noch keine Sorgen um die Saison machen.
Der nächste große Gradmesser wartet am 10. Oktober im traditionellen Rivalitätsduell gegen Oklahoma. Dort kann Manning erneut zeigen, ob er die starken Momente inzwischen über ein gesamtes Spiel bestätigen kann.
mhh