16.12.2025
NFL-Wochenende kompakt
Week 15 der NFL hatte es bereits im frühen Fenster in sich. Die Buffalo Bills gewannen ein Offensiv-Spektakel bei den New England Patriots, die Los Angeles Chargers setzten sich in Kansas City durch und ließen die Playoff-Träume der Chiefs platzen. Im späten Topspiel behielten die Denver Broncos gegen die Packers die Oberhand und im Sunday Night Football zerstörten die Minnesota Vikings mit ihrem Sieg in Dallas nahezu endgültig die Playoff-Hoffnungen der Cowboys.

Die Atlanta Falcons haben trotz eines 14-Punkte-Rückstands im vierten Viertel den fünfen Saisonsieg bei den Tampa Bay Buccaneers geholt. Kirk Cousins und Kyle Pitts zeigten eine überragende Partie.
Die Bucs hingegen stecken weiter in einer dicken Krise. Mit einer Bilanz von 7-7 muss das Team rund um Baker Mayfield die Führung in der NFC-South an die Carolina Panthers abgeben. Einzig die Rückkehr von Mike Evans sorgte für positive Gefühle.
Die Kansas City Chiefs starteten gut in die Partie und gingen früh in Führung, doch die Los Angeles Chargers kam zum Ende der ersten Hälfte immer besser ins Spiel. In einem von den Defensiven geprägten Begegnung gelang den Chiefs nach der Pause nicht mehr viel, während die Chargers zumindest per Field Goals zum Erfolg kamen. Kurz vor dem Ende verletzte sich dann noch Patrick Mahomes schwer.
Die Baltimore Ravens haben im Kampf um die Playoffs einen wichtigen Sieg gegen die Cincinnati Bengals gefeiert. Bei der 0:24-Niederlage erlebte Joe Burrow einen schwarzen Nachmittag.
Die Ravens verbessern ihre Bilanz auf 7-7, die Bengals sind mit 4-10 offiziell raus aus dem Kampf um die Playoffs.
Die Chicago Bears feiern einen deutlichen Sieg über die Cleveland Browns und gewinnen verdient mit 31:3. Von Beginn an war das Team rund um Caleb Williams das bessere Team.
Die Bears sichern sich damit einen wichtigen Sieg im Kampf um die Playoffs und verbessern die Bilanz auf 10-4, die Browns fallen auf 3-11.

Die Jacksonville Jaguars rissen von Beginn an ein Offensivfeuerwerk ab, dem die New York Jets nur zeitweise Schritt halten konnten. Quarterback Brady Cook mühte sich, allerdings unterliefen ihm gleich drei Interceptions.
Die Washington Commanders gewinnen ein wildes Spiel bei den New York Giants mit 29:21. Marcus Mariota, Ersatz-QB für Jayden Daniels, zeigte eine überzeugende Leistung und führte sein Team zum verdienten Sieg.
Die Commanders verbessern ihre Bilanz damit auf 4-10, die Giants fallen auf 2-12.
Die Houston Texans drücken von Beginn an aufs Tempo und setzen sich gegen die Arizona Cardinals schnell ab. Die Cardinals müssen kurz vor der Pause einen bitteren Rückschlag hinnehmen, als sich ein Spieler schwer verletzt. Nach der Pause kommen die Gäste zwar nochmals ran, aber die Texans lassen nichts anbrennen.
Die Philadelphia Eagles überrollen die Las Vegas Raiders und gewinnen ungefährdet mit 31:0. Die Eagles beenden damit ihren Negativlauf der vergangen Wochen. Die Eagles verbessern ihre Bilanz damit auf 9-5, die Raiders fallen auf 2-12.
Die New England Patriots kontrollierten die erste Hälfte in Foxborough und erspielten sich eine komfortable Führung, während die Bills offensiv kaum Mittel fanden. Zur Pause schien der Pats-Sieg noch klar auf Kurs, denn Buffali lag bereits mit 21 Punkten zurück.
Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Spiel jedoch komplett. Die Bills steigerten sich deutlich, übernahmen die Kontrolle und drehten die Partie mit einer starken zweiten Hälfte. Am Ende stand ein 35:31-Erfolg für Buffalo, der nach dem deutlichen Rückstand fast nicht mehr für möglich gehalten worden war.
New England fällt damit auf 11-3, während die Bills um Josh Allen sich auf 10-4 verbessern.
Die Seattle Seahawks setzten sich in einem ungewöhnlichen Spiel mit 18:16 gegen die Indianapolis Colts durch - ohne einen einzigen Touchdown zu erzielen. Philip Rivers feierte mit 44 Jahren sein Comeback als Starting Quarterback, warf einen Touchdown, unterlag am Ende aber den Seahawks.
Jason Myers entschied die Partie mit sechs verwandelten Field Goals, darunter der Gamewinner aus 56 Yards kurz vor Schluss. Rivers’ letzter Verzweiflungswurf wurde abgefangen und besiegelte eine bittere Niederlage für Indianapolis.
In L.A. bekamen die Lions ziemlich deutlich gezeigt, wie empfindlich ihre Playoff-Hoffnungen sind. Offensiv war Detroit lange voll im Spiel, aber defensiv - vor allem in der geschwächten Secondary - hatten sie gegen Matthew Stafford und Puka Nacua schlicht keine Antworten mehr, als die Rams nach der Pause anzogen.
Für die Rams ist der Sieg ein wichtiges Statement im Kampf um den Top-Seed der NFC: Sie gewinnen ein potenzielles Playoff-Vorschau-Duell und zeigen, dass ihr Passing Game auch unter Druck Spiele tragen kann. Für Detroit bedeutet die Niederlage dagegen: Der Spielraum für Fehler im Wildcard-Rennen wird kleiner, und sie werden sich im Endspurt kaum noch Ausrutscher leisten können.
Die San Francisco 49ers erfüllten ihre Favoritenrolle und besiegten die Tennessee Titans zuhause souverän mit 37:24. Brock Purdy führte die Offense mit drei Touchdown-Pässen sicher durch die Partie, während Jauan Jennings und George Kittle die entscheidenden Akzente setzten.
Tennessee hielt phasenweise dagegen, angeführt von Rookie-Quarterback Cam Ward und Running Back Tony Pollard, konnte das Spiel jedoch nie wirklich drehen. Mit dem Erfolg verbesserten sich die 49ers auf 10-4 und bleiben fest im Playoff-Rennen.

Das Topspiel zwischen den seit Wochen siegreichen Denver Broncos und aufbegehrenden Green Bay Packers in dieser Week 15 hatte vieles zu bieten - allen voran eine komfortable Führung der Gäste, viel Verletzungspech und kein gelungenes Comeback mehr.
So hatten die Broncos aus dem 14:23 ein 27:23 gemacht, ehe nach einem weiteren Field Goal von Packers-Kicker McManus aus 37 Yards zum 26:27-Anschluss Running Back RJ Harvey nach einem sauberen Drive über neun Plays und 65 Yards aus kurzer Distanz mit einem Lauf in die Endzone das finale 34:26 herstellte. Zwar kam Green Bay kurz vor Ende noch mehrmals ans Ei, konnte aber unter anderem aufgrund eines weiteren Picks von Spielmacher Love (über 300 Total Yards, ein TD, zwei Interceptions) selbst keinen soliden Drive gegen die starke Denver D mehr konstruieren.
Die Saints bestätigen mit dem Heimsieg gegen Carolina ihren kleinen Aufwärtstrend: Kein Glanz, aber viel Widerstandskraft, lange Drives und am Ende die Qualität, ein enges Spiel im vierten Viertel zuzumachen - diesmal mit einem starken Olave-Drive und einem eiskalten Smyth-Game-Winner.
Für die Panthers fühlt sich das nach einem verpassten Anschluss an den eigenen Rams-Upset und einer verpassten Chance an: über weite Strecken alles im Griff, aber in der Crunchtime zu wenig Konsequenz. New Orleans dagegen sammelt weiter Argumente dafür, dass dieses Team zwar ausgeschieden ist, aber für niemanden mehr ein "Pflichtsieg" im Spielplan darstellt.
Die Minnesota Vikings haben mit einem 34:26-Sieg in Dallas die Playoff-Chancen der Cowboys praktisch zerstört. J.J. McCarthy zeigte sein bestes NFL-Spiel und nutzte mehrere Fehler der Gastgeber konsequent aus.
Dallas ließ trotz früher Führung und mehrerer Field Goals zu viele Punkte liegen. Zwei kurze Vikings-Touchdowns und ein Score von Jalen Nailor drehten die Partie endgültig. Die Cowboys (6-7-1) stehen nun nur noch rechnerisch im Playoff-Rennen, während Minnesota trotz Eliminierung ein starkes Ausrufezeichen setzt.
Die Pittsburgh Steelers haben im Kampf um die AFC North einen wichtigen Sieg gegen die Miami Dolphins eingefahren. Während die Steelers aktuell den ersten Platz in ihrer Division belegen, sind die Dolphins nicht mehr im Rennen um einen Platz in den Playoffs.
Pittsburgh verbessert die eigene Bilanz damit auf 8-6, Miami fällt auf 6-8.
val, red