15.04.2026
Die Top 5 im Überblick
Auch in der diesjährigen Draft-Klasse finden sich einige spannende Talente auf der Safety-Position. Während an der Spitze mit einem echten Ausnahmespieler gearbeitet wird, ist die Tiefe der Klasse geprägt von unterschiedlichen Spielertypen - vom rangy Centerfielder bis hin zum physischen Box-Defender. Die Unterschiede zwischen den Prospects sind dabei teils deutlich, was sich auch im Consensus Big Board widerspiegelt.

In der modernen NFL sind Safetys längst mehr als nur die letzte Absicherung. Sie müssen flexibel einsetzbar sein, Coverages lesen, im Run Game bestehen und gleichzeitig als Playmaker auftreten. Genau diese Vielseitigkeit bringt die diesjährige Klasse mit - wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise.
Das sind die Top fünf Safetys der Draft Class laut Consensus Big Board:

Ramsey startete seine College-Karriere bei UCLA, bevor er zu USC wechselte und dort zwei produktive Jahre absolvierte. Als ehemaliger Four-Star-Recruit wurde er früh als vielseitiger Defensive Back eingesetzt und übernahm bei den Trojans sowohl Aufgaben als Deep Safety als auch im Nickel.
Mit 1,83 Metern und über 92 Kilogramm bringt Ramsey solide Maße mit und überzeugte beim Combine mit einer 4,47er Zeit im 40-Yard-Dash. Seine größte Stärke liegt in seiner Technik: sauberes Footwork, kontrollierte Bewegungen und flüssige Hüften erlauben ihm konstante Plays auf den Ball. Zudem agiert er physisch und explosiv, besonders wenn er downhill attackiert.
Im Vergleich zu den höher gerankten Safetys fehlt ihm jedoch die Konstanz in seinen Instinkten gegen den Lauf. Auch in der Man Coverage hat er Probleme gegen starke Route-Runner. Ramsey ist ein sehr ausgeglichener Spieler, aber ohne ein wirklich dominantes Elite-Feature - was ihn im Ranking hinter die anderen Prospects zurückfallen lässt.
| Saison | Team | Spiele | Tackles | TFL | Interceptions | Forced Fumbles |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | UCLA | 4 | 6 | 0.0 | 0 | 0 |
| 2023 | UCLA | 11 | 40 | 2.5 | 1 | 0 |
| 2024 | USC | 11 | 60 | 5.5 | 1 | 2 |
| 2025 | USC | 9 | 27 | 1.5 | 0 | 0 |
| Karriere | - | 35 | 133 | 9.5 | 2 | 2 |

A.C. Haulcy ist einer der physischsten Safetys dieser Klasse und verkörpert den klassischen "Enforcer" im Defensive Backfield. In seiner College-Karriere überzeugte er vor allem durch seine Konstanz und seinen Einsatz im Run Game.
Mit 347 Tackles und zehn Interceptions zeigte Haulcy, dass er sowohl gegen den Lauf als auch in der Zone Coverage Impact liefern kann. Besonders auffällig ist sein Timing beim Downhill-Trigger sowie seine Fähigkeit, Plays sauber zu beenden.
Seine größte Schwäche liegt in seiner eingeschränkten Beweglichkeit - gerade in Man Coverage kann er Probleme bekommen. Dennoch bringt Haulcy einen hohen Floor mit und könnte früh ein verlässlicher Starter werden.
| Saison | Team | Spiele | Tackles | TFL | Interceptions | Forced Fumbles |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | New Mexico | 12 | 87 | 3.0 | 2 | 2 |
| 2023 | Houston | 12 | 98 | 1.0 | 0 | 1 |
| 2024 | Houston | 12 | 74 | 0.0 | 5 | 0 |
| 2025 | LSU | 12 | 88 | 0.5 | 3 | 1 |
| Karriere | - | 48 | 347 | 4.5 | 10 | 4 |

Emmanuel McNeil-Warren ist einer der interessantesten Spieler dieser Klasse - vor allem aufgrund seiner seltenen physischen Tools. Mit über 1,92 Metern Körpergröße und mehr als 91 Kilogramm bringt er ein Profil mit, das ihn deutlich von den anderen Safetys unterscheidet.
Seine größte Stärke ist seine Fähigkeit, Turnover zu kreieren. Mit zahlreichen erzwungenen Fumbles und Interceptions gehört er zu den produktivsten Playmakern dieser Klasse. Dazu kommt seine Rolle als physischer Run Defender und vielseitiger Hybrid-Spieler, der auch als Nickel-Linebacker eingesetzt werden kann.
Im direkten Vergleich zu Haulcy ist McNeil-Warren der explosivere und disruptivere Spieler. Sein größtes Risiko liegt jedoch an seiner Athletik : Endgeschwindigkeit und Beweglichkeit könnten ihn in der NFL limitieren - besonders gegen vertikale Passing-Offenses.
| Saison | Team | Spiele | Tackles | TFL | Interceptions | Forced Fumbles |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | Toledo | 13 | 7 | 0.0 | 0 | 1 |
| 2023 | Toledo | 14 | 69 | 4.0 | 2 | 4 |
| 2024 | Toledo | 8 | 61 | 1.5 | 1 | 1 |
| 2025 | Toledo | 13 | 77 | 5.5 | 2 | 3 |
| Karriere | - | 48 | 214 | 11.0 | 5 | 9 |

Thieneman bringt eines der spannendsten athletischen Profile dieser Klasse mit. Mit einer 4,3er Zeit auf 40 Yards gehört er zu den schnellsten Safetys im Draft und überzeugt vor allem durch seine enorme Range.
Mit 96 Tackles und mehreren Turnovern zeigte er bei Oregon, dass er nicht nur als Deep Safety funktioniert, sondern auch im Run Game präsent ist. Seine Fähigkeit, das Feld von Sideline zu Sideline abzudecken, macht ihn besonders wertvoll in modernen Defenses.
Im Vergleich zu McNeil-Warren fehlt ihm die Physis, dafür bringt er deutlich mehr Speed und Coverage-Upside mit. Gegenüber Caleb Downs wird jedoch klar, dass ihm das ganzheitliche Spielverständnis und die Konstanz auf Elite-Niveau noch fehlen. Zudem hat er Schwächen in der Man Coverage und beim Tackling gegen größere Gegenspieler.
| Saison | Team | Spiele | Tackles | TFL | Interceptions | Forced Fumbles |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | Purdue | 12 | 106 | 2.0 | 6 | 2 |
| 2024 | Purdue | 12 | 104 | 4.5 | 0 | 0 |
| 2025 | Oregon | 15 | 96 | 3.5 | 2 | 0 |
| Karriere | - | 39 | 306 | 10.0 | 8 | 2 |

Caleb Downs ist ohne Frage der beste Safety dieser Draft-Klasse und für viele Experten sogar ein "generational Talent". Bereits am College zeigte er, dass er auf allen Ebenen der Defense dominieren kann.
Mit 68 Tackles, fünf Tackles for Loss und vier Turnovern war Downs das Herzstück der Ohio-State-Defense. Seine größte Stärke ist seine Vielseitigkeit: Er kann als Deep Safety, im Slot oder in der Box eingesetzt werden und liefert überall konstant ab.
Was ihn von Spielern wie Thieneman oder McNeil-Warren unterscheidet, ist sein Football IQ. Downs liest das Spiel auf einem extrem hohen Niveau, erkennt Routen früh und positioniert sich nahezu perfekt. Dazu kommt seine Physis und sein Leadership - er ist nicht nur ein Playmaker, sondern auch ein Kulturspieler.
Kritisch anzumerken ist lediglich seine vergleichsweise geringe Interception-Produktion sowie offene Fragen in der Man Coverage. Dennoch bringt kein anderer Safety dieser Klasse ein so komplettes Gesamtpaket mit. Downs ist ein sicherer First-Round-Pick und könnte sofort zu einem der wichtigsten Spieler einer NFL-Defense werden.
| Saison | Team | Spiele | Tackles | TFL | Interceptions | Forced Fumbles |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | Alabama | 14 | 107 | 3.5 | 2 | 1 |
| 2024 | Ohio State | 16 | 82 | 7.5 | 2 | 0 |
| 2025 | Ohio State | 14 | 68 | 5.0 | 2 | 2 |
| Karriere | - | 44 | 257 | 16.0 | 6 | 3 |
Die Safety-Klasse 2026 bietet an der Spitze mit Caleb Downs einen klaren Unterschiedsspieler. Dahinter folgen mehrere Prospects mit unterschiedlichen Profilen: Thieneman überzeugt durch seine Athletik, McNeil-Warren durch Physis und Turnover, während Haulcy und Ramsey eher über Konstanz und Technik kommen.
Der Abstand zwischen den Spielern wird vor allem im Vergleich ihrer Draft-Projektionen deutlich. Während Downs als Top-10-Pick gilt, bewegen sich Spieler wie Ramsey bereits im Bereich späterer Day-2-Picks. Dennoch gilt: Teams, die den passenden Spielertyp für ihr System finden, könnten aus dieser Klasse langfristige Starter gewinnen.
| Name | College | Big-Board-Platzierung | Safety-Platzierung |
|---|---|---|---|
| Caleb Downs | Ohio State | 9 | 1 |
| Dillon Thieneman | Oregon | 18 | 2 |
| Emmanuel McNeil-Warren | Toledo | 23 | 3 |
| A.J. Haulcy | LSU | 57 | 4 |
| Kamari Ramsey | USC | 86 | 5 |
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mgs