29.03.2026
Ex-Lion schließt sich den Bears an
St. Browns enger Weggefährte Kalif Raymond hat sich gegen die Lions und für Ben Johnson in Chicago entschieden. Der Wechsel zum Divisionsrivalen sorgt für Gesprächsstoff - und könnte womöglich nicht der letzte dieser Art bleiben.

Kalif Raymond bleibt in der NFC North - allerdings nicht bei den Detroit Lions. Stattdessen schließt sich der Receiver ausgerechnet den Chicago Bears an und folgt damit seinem früheren Offensive Coordinator Ben Johnson zum Divisionsrivalen.
Raymond hatte mehrere Optionen in der Free Agency, darunter Angebote vom Super-Bowl-Champion aus Seattle sowie den San Francisco 49ers. Am Ende lief seine Entscheidung jedoch auf eine Wahl zwischen zwei vertrauten Coaches hinaus: ein Verbleib in Detroit unter Head Coach Dan Campbell, oder ein Wiedersehen mit Johnson in Chicago.
Die Entscheidung fiel letztlich zugunsten von Johnson, der in seinen Jahren in Detroit maßgeblich für eine der produktivsten Offenses der Liga verantwortlich war. "Ich wollte in Bens Offense spielen", erklärte Raymond. "Er ist extrem kreativ und findet Wege, dir den Ball zu geben - egal, wo du aufgestellt bist."
Damit entschied sich der Receiver bewusst gegen eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Campbell - und für eine größere Rolle in einem System, das er bereits bestens kennt.
Besonders bemerkenswert: Raymond gilt als enger Weggefährte von Amon-Ra St. Brown. Vor seiner Entscheidung soll er sich sogar Rat bei seinem langjährigen Teamkollegen eingeholt haben. "Vertrau deinem Bauchgefühl", soll der deutsche Top-Receiver ihm geraten haben.
In Detroit war Raymond im Laufe der letzten Saison im Receiver-Room etwas nach hinten gerückt. Neben St. Brown und Jameson Williams setzten die Lions zunehmend auf den talentierten Rookie Isaac TeSlaa.
In Chicago trifft Raymond nun auf ein junges Receiver-Corps um Rome Odunze und Lester Burden, in dem seine Erfahrung und Vielseitigkeit gefragt sein könnten.
Head Coach Johnson sieht im Routinier einen Spieler, der offensiv vielseitig eingesetzt werden kann und dem jungen Receiving Corps zusätzliche Stabilität verleiht. Die Bears boten dem Receiver schließlich einen Einjahresvertrag über rund 3,5 Millionen US-Dollar, den er unterschrieb.
Der Wechsel des 31-Jährigen reiht sich in eine Reihe von Abgängen erfahrener Lions-Spieler in dieser Offseason ein.
Und möglicherweise bleibt Raymond nicht der einzige frühere Lions-Spieler, der nun wieder zurück zu Johnson findet. Offensive Lineman Taylor Decker wurde nach rund einem Jahrzehnt in Detroit kürzlich entlassen, nachdem sich beide Seiten nicht auf einen neuen Vertrag einigen konnten.
Berichten zufolge soll Johnson bereits Kontakt zu Decker aufgenommen haben. Offiziell soll es sich dabei zwar lediglich um ein freundschaftliches Gespräch gehandelt haben. Die Verbindung zwischen ehemaligen Lions-Akteuren und der neuen Bears-Offense bleibt dennoch ein spannendes Thema.
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mhh