vor 1 Tag
Seahawks, Cowboys und Co.
Der NFL Draft 2026 steht kurz bevor und wie jedes Jahr richtet sich der Blick nicht nur auf die Picks, sondern vor allem auf mögliche Trades. Besonders die erste Runde gilt als Bühne für aggressive Moves, strategische Downtrades und gezielte All-In-Entscheidungen.

Hinter vielen Draft-Trades steckt längst mehr als Bauchgefühl: Teams bewerten Picks mithilfe von Modellen wie dem Rich Hill Trade Value Chart. Auch die folgenden Szenarien basieren auf dieser Logik und orientieren sich ausschließlich am Value des aktuellen Drafts, da Future Picks schwer vergleichbar sind. Dabei gilt: Uptrades kosten in der Realität meist einen Aufpreis - die hier gezeigten Deals setzen bewusst auf möglichst ausgeglichene, realistische Konstruktionen.
Raiders erhalten: Pick 28
Texans erhalten: Picks 36, 102, 175
Value der Picks nach dem Trade: 209 (Raiders) vs. 208 (Texans)
Die Las Vegas Raiders könnten aggressiv zurück in die erste Runde traden - mit einem klaren Ziel: Wide Receiver Omar Cooper Jr. von den Indiana Hoosiers. Die Verbindung zum First-Overall-Pick Fernando Mendoza, ebenfalls vom National Champion, liegt auf der Hand.
Der Move ergibt doppelt Sinn: Die Raiders adressieren ihr größtes Need, helfen Mendoza sich bestmöglich einzufinden und ziehen gleichzeitig vor Teams wie die Chiefs, Dolphins und Patriots, die ebenfalls alle auf Receiver gehen könnten.

Chargers erhalten: Pick 14, 115
Ravens erhalten: Pick 22, 55
Value der Picks nach dem Trade: 352 (Chargers) vs. 354 (Ravens)
Die Chargers könnten gezielt nach oben gehen, um Olaivavega Ioane als besten Guard des Drafts zu sichern. Für ein Team im Win-now-Modus und einer wackeligen O-Line wäre das ein perfekter Pick.
Baltimore hingegen tradet bewusst zurück. Nach dem Abgang von Isaiah Likely könnte Kenyon Sadiq, der beste Tight End im Draft, später im Board weiterhin verfügbar sein und die Lücke im Tight End Room schließen.
Jets erhalten: Pick 32
Seahawks erhalten: Picks 33, 179
Value der Picks nach dem Trade: 184 (Jets) vs. 188 (Seahawks)
Ein kleiner, aber strategisch enorm wichtiger Move: Die Jets springen in die erste Runde, um Quarterback Ty Simpson zu draften und sichern sich damit die Fifth-Year-Option, welche nur bei First Round Picks greift.
Seattle hingegen sammelt dringend benötigte Picks. Der amtierende Super-Bowl-Champion verfügt nämlich aktuell lediglich über vier Picks im gesamten Draft.
Chiefs erhalten: Pick 3, 78
Cardinals erhalten: Picks 9, 29, 169
Value der Picks nach dem Trade: 592 (Chiefs) vs. 598 (Cardinals)
Der spektakulärste Move: Kansas City tradet aggressiv in die Top 3, um Edge Rusher David Bailey zu holen - laut Consensus Big Board der beste Edge Rusher im Draft und ein perfekter Fit für ihre Defense.

Arizona hingegen setzt auf Masse statt Spitze. Trotz Trade-Down bleibt die Chance erhalten, mit Francis Mauigoa einen Franchise-Tackle zu draften.
Rams erhalten: Pick 11, 130
Dolphins erhalten: Pick 13, 93
Value der Picks nach dem Trade: 377 (Rams) vs. 378 (Dolphins)
Die Los Angeles Rams gehen gezielt hoch für Wide Receiver Makai Lemon - ein Receiver-Profil, das perfekt in Sean McVays Offense passt. Gleichzeitig adressieren sie damit einen klaren Need: Für die kommende Saison fehlt ein verlässlicher WR3, und perspektivisch braucht das Team zudem einen Nachfolger für Davante Adams.
Miami hingegen nutzt den Trade als Teil ihres Rebuilds und verbessert ihr Pick-Situation an Day 2 des Drafts.
Browns erhalten: Pick 15
Buccaneers erhalten: Picks 24, 70, 149
Value der Picks nach dem Trade: 315 (Browns) vs. 319 (Bucs)
Cleveland adressiert eine der größten Baustellen im Kader und sichert sich Monroe Freeling. Mit auslaufenden Verträgen auf Tackle ist der Need offensichtlich.
Tampa Bay nutzt die Gelegenheit, um mehrere Picks zu generieren und in die Tiefe des Drafts zu investieren.
Cowboys erhalten: Pick 7
Commanders erhalten: Picks 12, 92, 112, 152
Value der Picks nach dem Trade: 426 (Cowboys) vs. 431 (Commanders)
Die Cowboys könnten vor Teams wie den Saints, Dolphins oder Bengals hochtraden, um sich einen der Top-Defensive Backs zu sichern - etwa Caleb Downs, Jermod McCoy oder Mansoor Delane.
Washington reagiert auf den Verlauf des Boards und die realistische Möglichkeit, dass Wunschspieler Jeremiyah Love bereits vom Board ist, und nutzt die Situation, um durch zusätzliche Picks maximalen Value zu generieren.
mgs