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    NFL

    21.06.2026

    Saisonprognose

    Dark Horse oder chancenlos in der NFC West? So könnte die Saison 2026 der 49er verlaufen

    Die San Francisco 49ers spielen seit Jahren fast immer konstant guten Football und sind im Rennen um die Playoffs meist mit dabei. Doch das Team spielt aktuell in einer der bestbesetztesten Divisions der NFL. Ob die 49ers es dieses Jahr zurück an die Spitze der NFC West schaffen, hängt von einigen kleinen Faktoren ab.

    San Francisco 49ers Running Back Christian McCaffrey läuft den Ball bei einem NFL-Spiel in San Francisco.
    Die San Francisco 49ers stehen vor einer weiteren anspruchsvollen NFL-Saison in der NFC West. IMAGO/Icon Sportswire

    Nach einer etwas enttäuschenden Saison 2024, lieferten die 49ers ihren Fans in der vergangenen Spielzeit wieder ein hervorragendes Ergebnis. Mit einem Record von 12-5 erreichten die 49ers die Playoffs und schlugen in der Wild Card Round die Philadelphia Eagles mit 23:19. Eine Runde später verloren sie allerdings deutlich gegen die Seattle Seahawks mit 41:6. Skurril dabei war, dass die 49ers mit ihrer starken Bilanz aus der Regular Season nur den dritten Platz in der eigenen Division belegten und keine Chance auf das Heimspielrecht bekamen.

    Ausgangslage

    Die San Francisco 49ers starten mit einer der schwierigsten Herausforderer-Rollen in der NFL. Die NFC West ist ein Haifischbecken, in dem sich das Team beweisen muss. Neben den abgeschlagenen Arizona Cardinals treffen die 49ers auf den amtierenden Super-Bowl-Champion und auf die Los Angeles Rams, die einen herausragenden Kader in dieser Offseason zusammenstellen konnten. In dieser Division spielen die 49ers trotz ihrer eigenen Qualität schon fast eine Außenseiter- oder Herausforderer-Rolle.

    In der Free Agency veränderte sich bei den 49ers auf den wichtigsten Positionen nicht allzu viel. Das Team hatte nur einige wenige Abgänge zu beklagen, davon die meisten in der O- und D-Line. Gleichzeitig konnten die 49ers aber auch einige Spieler auf diesen Positionen neu verpflichten. Die stärksten Ergänzungen sind mit Cornerback Nate Hobbs und Rückkehrer Dre Greenlaw zwei Spieler von der defensiven Seite des Balles.

    Zudem konnten die 49ers mit ihrem wichtigsten Offensive Lineman Trent Williams verlängern. Der mehrfache All-Pro unterschrieb einen neuen langfristigen Vertrag bei dem Team - ein essenzieller Bestandteil für eine funktionierende Offense rund um Brock Purdy.

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    Die größte Veränderung fand aber auf der Position der Wide Receiver statt. Während das Team sich von Spielern wie Kendrick Bourne, Jauan Jennings und Skyy Moore trennen mussten, konnten sie mit Mike Evans einen absoluten Starspieler verpflichten. Der 32-Jährige soll der neue X-Faktor in Kyle Shannahans Offense werden. Zusätzlich verpflichteten die 49ers auch noch Christian Kirk.

    San Francisco 49ers Wide Receiver Miek Evans beim Training.
    Mike Evans soll neuer Nummer-1-Receiver bei den San Francisco 49ers werden. IMAGO/Icon Sportswire

    Fraglich bleibt auch die Situation rund um Brandon Aiyuk. Der 28-Jährige ist immer noch nicht bei den Trainingseinheiten der 49ers aufgetaucht und es wird damit gerechnet, dass sich die Wege der beiden Parteien trennen werden.

    Im Draft tradeten die 49ers aus der ersten Runde heraus und sicherten sich mit dem ersten Pick der zweiten Runde Wide Receiver De’Zhaun Stribling. Der Receiver von Ole Miss ging für viele Experten überraschend früh vom Board. In der dritten Runde setzte das Team auf Defensive End Romello Height und Running Back Kaelon Black, während sie in den folgenden Runden auf vielen verschiedenen Positionen in der Offense und Defense nachlegten.

    Die 49ers gehen damit mit einem ähnlich guten, wenn nicht sogar besseren Kader in die neue Saison. Überfällig war die Umstrukturierung des Receiver-Rooms, der den 49ers geglückt ist. Sollten alle Receiver so funktionieren, wie sich die Verantwortlichen das vorgestellt haben, werden die 49ers eine ganz neue Gefahr im Passspiel ausstrahlen und einiges an Arbeit von Schultern ihres Star-Running-Backs Christian McCaffrey nehmen.

    Allerdings stehen die 49ers vor einer großen Herausforderung. In der Geschichte der NFL musste noch nie ein Team so weit reisen, wie das Team der Bay Area in dieser Saison. Etwa 61.325 Kilometer legt das Franchise innerhalb der Saison zurück - eine Belastung, die nicht zu unterschätzen ist.

    September

    Die Saison der 49ers beginnt ungewöhnlich auf der anderen Seite der Erde. In Melbourne in Australien trifft das Team aus San Francisco auf die Los Angeles Rams. In einem packenden Duell werden sich die Rams am Ende knapp durchsetzen und den 49ers den Saisonauftakt vermiesen.

    In Woche 2 und 3 bekommen die Dolphins und Cardinals den Frust der 49ers über den Saisonstart zu spüren. Mit zwei dominanten Siegen beenden die 49ers den September mit einem Record von 2-1 und machen die Niederlage im ersten Spiel wieder vergessen.

    Oktober

    Der Oktober startet für die 49ers allerdings mit einer erneuten Niederlage. Zuhause setzt es gegen Bo Nix und die Broncos die zweite Niederlage der Saison. Von diesem Ausgang noch motivierter treffen die 49ers auf die Seattle Seahawks. Trotz der unglaublichen Atmosphäre in Seattle, schlagen Brock Purdy und Co. den amtierenden Champion und reisen mit Euphorie in die Hauptstadt der USA.

    Saison-Prognosen 2026
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    • Seattle Seahawks
    • Detroit Lions

    In Washington D.C. gelingt dem Team der nächste Sieg gegen die Commanders. Sechs Tage später geht der Höhenflug der 49ers weiter und auch die Atlanta Falcons bleiben in ihrem Heimspiel chancenlos. Damit beenden die 49ers den Oktober mit einem Record von 5-2 und gehen in ihre Bye Week.

    November

    Nach der spielfreien Woche spielt das Franchise im eigenen Stadion gegen die Raiders. Ausgeruht und gut vorbereitet stellt das Team um Rookie-Quarterback Fernando Mendoza kein Problem dar und auch die Cowboys haben in Dallas keine Chance gegen die Niners.

    In Woche 11 geht es für die 49ers nach Mexiko. Das Heimspiel des Teams findet im Estadio Banorte in Mexiko-Stadt statt. Im zweiten internationalen Spiel der Saison sichern sich die 49ers den Sieg gegen die Minnesota Vikings. Doch die erneuten Reisestrapatzen machen dem Team zu schaffen und so verlieren die Niners gegen aus der Bye Week kommende Seahawks im eigenen Stadion.

    San Francisco 49ers Quarterback Brock Purdy (13) wirft kurz vor einem Sack gegen die Seattle Seahawks.
    Die Duelle zwischen den 49ers und den Seahawks versprechen immer eine Menge Spannung und hochklassigen Football. IMAGO/Imagn Images

    Trotz der Niederlage zum Ende des Novembers stehen die 49ers mit einem Record von 8-3 gut da und sind im Rennen um die Krone der NFC West noch voll mit dabei.

    Dezember

    Der Dezember startete für das Team aus der Bay Area mit einem knappen Sieg gegen die New York Giants. Nach diesem Erfolg wird die Adventszeit aber eine zum Verzweifeln für die 49ers. Auch das zweite Spiel gegen die Los Angeles Rams geht knapp verloren, wodurch die Spitzenposition in der NFC West kaum noch erreichbar scheint.

    Nur vier Tage später geht es für die 49ers gegen das andere Team aus Los Angeles und unausgeruht geht auch die Partie gegen die Chargers verloren. Zu allem übel folgt kurz nach Weihnachten die dritte Niederlage in Folge. In Kansas City setzen sich Mahomes und Co. durch und werfen die 49ers endgültig aus dem Rennen um die Spitzenposition in der eigenen Division. Mit einem Record von 9-6 sind die Playoffs aber immer noch möglich.

    Januar

    In der letzten Phase der Regular Season geht es für das Team aus San Francisco um die Playoff-Teilnahme. Doch der Januar 2027 beginnt mit einem harten Spiel im eigenen Stadion gegen die Philadelphia Eagles. Beim Rematch des Wild Card Games aus der Saison 2025 geht es hin und her - doch am Ende wird die 49ers-Defense den entscheidenden Schlag setzen und dem Team den Sieg sichern. Im letzten Spiel erfüllen die 49ers ihre letzte Pflichtaufgabe gegen die Cardinals und ziehen mit einem Record von 11-6 in die Playoffs ein.

    San Francisco 49ers Running Back Christian McCaffrey (23) feiert einen Touchdown.
    Mit einem Record von 11-6 kommen die 49ers als dritter der Division in die Playoffs. IMAGO/UPI Photo

    Erneut als Dritter der NFC West werden die 49ers kein Heimrecht in der Wild Card Round haben. Daher müssen 49ers-Fans darauf hoffen, dass der Gegner nicht allzu schwer wird und sich das Team bis in die Divisional Round durchschlagen kann. Spätestens dort werden die 49ers dann aber vermutlich erneut auswärts auf einen starken Gegner treffen. Dann entscheiden die kleinsten Fehler und Unaufmerksamkeiten über Sieg und Niederlage.

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