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    NFL

    26.04.2026

    NFL Draft 2026

    Rekorde, Trends und Co.: Was diesen Draft besonders macht

    Der NFL Draft 2026 in Pittsburgh bot über drei Tage hinweg ein umfassendes Bild der aktuellen Entwicklungen in der Liga. Insgesamt 257 Spieler wurden ausgewählt, begleitet von einer hohen Anzahl an Trades und mehreren historischen Bestmarken - sowohl sportlich als auch organisatorisch. Angeführt wurde der Draft erwartungsgemäß von Quarterback Fernando Mendoza an Position eins, während sich im weiteren Verlauf eine dynamische Mischung aus klaren Trends, überraschenden Entscheidungen und strategischen Moves entwickelte.

    Jadarian Price wird im NFL Draft 2026 an Position 32 von den Seattle Seahawks ausgewählt und setzt den Schlusspunkt der ersten Runde.
    Jeremiyah Love und Jadarian Price schreiben Draft-Geschichte: Erstmals stammen die beiden Top-Running-Backs eines Jahrgangs vom selben College, den Notre Dame Fighting Irish. Kirby Lee-Imagn Images

    Im Mittelpunkt standen dabei verschiedene Ebenen gleichzeitig: die Bewertung und Verteilung von Talenten, die zunehmende Bedeutung von Trades und Kaderstrategie sowie strukturelle Entwicklungen im College Football. Ergänzt wurde dies durch eine Rekordkulisse von über 800.000 Zuschauern, die den Draft auch als Event weiter aufwertete. Insgesamt entstand so ein Draft-Jahrgang, der sowohl sportlich als auch organisatorisch mehrere relevante Entwicklungen zusammenführt.

    >> Nach dem Draft: Das sind alle Picks der Teams nach Tag 3

    Rekordkulisse und wachsendes Mega-Event

    Noch nie zog ein Draft so viele Zuschauer an. Die Marke von über 800.000 Fans unterstreicht eindrucksvoll die Entwicklung des Events hin zu einem globalen Football-Festival. Bereits an den ersten beiden Tagen strömten über 600.000 Menschen rund um das Stadion - ein klares Zeichen dafür, dass der Draft längst auf Augenhöhe mit den größten Sportveranstaltungen der Welt angekommen ist.

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    Vom First-Overall-Pick bis zum Mr.Irrelevant

    Angeführt wurde der Draft von Fernando Mendoza, der von den Las Vegas Raiders an Position eins ausgewählt wurde. Nach einer historischen College-Saison mit National Title und Heisman Trophy war seine Wahl der logische Startpunkt eines Drafts, der stark von Quarterback-Storylines geprägt war - auch wenn es hinter ihm lange ruhig blieb.

    Insgesamt wurden 257 Spieler ausgewählt, ehe mit Red Murdock der letzte Name des Drafts fiel. Der Linebacker ging als "Mr. Irrelevant" vom Board und setzte damit den Schlusspunkt unter ein dreitägiges Football-Marathon-Event. Die Spannweite zwischen Franchise-Quarterback und finalem Pick zeigt einmal mehr, wie breit das Talentlevel in diesem Jahrgang verteilt war.

    Die zwei größten Überraschungen

    Für die prägendsten Überraschungen dieses Drafts stehen zwei Namen, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Die Los Angeles Rams sorgten früh für Aufsehen, als sie Ty Simpson bereits an Position 13 auswählten. Der Quarterback war zwar als klarer Nummer-zwei-Spielmacher der Klasse eingeordnet, wurde aber mehrheitlich erst im späten ersten oder frühen zweiten Durchgang erwartet. Los Angeles setzte bewusst auf Upside statt unmittelbaren Impact und legte damit früh den Grundstein für die Nachfolge von Matthew Stafford.

    Die andere große Story lieferte Jermod McCoy - allerdings in die entgegengesetzte Richtung. Der Cornerback galt lange als potenzieller First-Rounder und rutschte dennoch bis in die vierte Runde ab, ehe die Las Vegas Raiders ihn an Position 101 auswählten. Ausschlaggebend waren erhebliche medizinische Bedenken nach einer schweren Knieverletzung, die bei vielen Teams Zweifel an seiner kurzfristigen Verfügbarkeit und langfristigen Haltbarkeit auslösten. Der Fall McCoy verdeutlicht damit exemplarisch das Spannungsfeld moderner Draft-Entscheidungen: enormes sportliches Potenzial trifft auf medizinisches Risiko und kann den Wert eines Prospects innerhalb weniger Wochen drastisch verändern.

    Trades dominieren das Geschehen

    Mit insgesamt 41 Trades gehörte der Draft 2026 zu den aktivsten der modernen Ära. Besonders auffällig: Teams agierten aggressiv, um gezielt ihre Wunschspieler zu sichern oder zusätzlichen Value zu generieren. Dabei verschwammen die Grenzen zwischen klassischem Draft und Kader-Management zunehmend.

    Beispiele wie die Trades für Jonathan Greenard und Tyree Wilson oder die zahlreichen Uptrades in Runde eins zeigen, dass Front Offices immer häufiger parallel auf zwei Ebenen arbeiten: kurzfristige Verstärkung und langfristiger Aufbau. Der Draft ist damit längst ein strategisches Gesamtinstrument geworden - nicht mehr nur ein Auswahlprozess.

    Tyree Wilson war der siebte Pick im NFL Draft 2023.
    Tyree Wilson, einst Top-10-Pick im NFL Draft 2023, wurde während dem NFL Draft 2026 von den Las Vegas Raiders zu den New Orleans Saints getradet - im Gegenzug erhielt Las Vegas einen Fifth-Round-Pick (No. 150), New Orleans zusätzlich einen Seventh-Rounder (No. 219). IMAGO/Icon Sportswire

    Positions-Trends: Receiver-Boom und O-Line im Fokus

    Ein Blick auf die Verteilung der Picks offenbart klare Trends. Wide Receiver waren mit 36 Spielern die meistgewählte Position - ein historischer Höchstwert in der modernen Draft-Ära. Gleichzeitig zeigte sich in der ersten Runde ein klarer Fokus auf die Line of Scrimmage: Sieben Offensive Tackles gingen früh vom Board.

    Diese Entwicklung verdeutlicht die strategische Priorisierung vieler Teams: frühe Picks bedeuten oftmals den Schutz des Quarterbacks und Kontrolle an der Line, spätere Picks bedeuten meist Tiefe auf Skill-Positionen.

    Die NFL bleibt damit eine Liga, die an der Line gewonnen wird - auch wenn explosive Playmaker in der Breite immer wichtiger werden.

    Programme im Fokus: Ohio State führt die Elite an

    Der NFL Draft 2026 brachte eine Reihe außergewöhnlicher Geschichten und Meilensteine hervor. So stammt erstmals in der Geschichte der beiden Top-Running-Backs eines Drafts aus demselben College: Jeremiyah Love und Jadarian Price sorgten gemeinsam für ein historisches Ausrufezeichen für die Notre Dame Fighting Irish. Für eine weitere bemerkenswerte Bestmarke sorgten die Ohio State Buckeyes: Insgesamt elf Spieler wurden gedraftet, darunter gleich vier in den Top 11 - ein Kunststück, das zuletzt vor 59 Jahren gelang.

    Caleb Downs wurde im NFL Draft 2026 an Position 11 von den Dallas Cowboys ausgewählt.
    Caleb Downs war der letzte von vier Ohio-State-Spielern in den Top 11, vor ihm wurden Carnell Tate, Arvell Reese und Sonny Styles gepickt. Downs wurde im NFL Draft 2026 an Position 11 von den Dallas Cowboys ausgewählt und komplettiert damit die historische Top-11-Serie der Ohio State Buckeyes. IMAGO/UPI Photo

    Gleichzeitig setzten einzelne Programme neue Maßstäbe: Die Texas A&M Aggies überzeugten mit zehn Picks, darunter sieben in den Top 100, während die Texas Tech Red Raiders mit neun Spielern einen neuen Schulrekord aufstellten und ihre Entwicklung eindrucksvoll bestätigten.

    Conference-Battle: SEC vs. Big Ten

    Die großen Conferences bestimmten auch 2026 maßgeblich das Bild des Drafts. Die Southeastern Conference setzte mit insgesamt 87 Picks ein klares Ausrufezeichen und überzeugte vor allem durch ihre enorme Tiefe über alle Runden hinweg. Die Big Ten Conference dominierte dagegen die Spitze des Drafts und stellte gleich zehn First-Round-Picks - ein Beleg für die außergewöhnliche Qualität ihrer Top-Talente. Auch die Big 12 Conference spielte eine wichtige Rolle und stellte mit 38 ausgewählten Spielern einen neuen Conference-Rekord auf.

    Damit verfestigt sich ein klares Kräfteverhältnis: Während die Big Ten vor allem das absolute Top-Level an NFL-Prospects liefert, sorgt die SEC für die größte Breite und Tiefe im gesamten Draft-Jahrgang.

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    mgs