24.02.2026
Zufrieden trotz bitterer Niederlage
Die Houston Texans lieferten auch 2025 eine packende Saison für ihre Fans ab. Im dritten Jahr in Folge erreichte das Team rund um C. J. Stroud die Playoffs, gewann das Wild Card Game, aber scheiterte in der Divisional Round.

Seit dem Draft von Quarterback C. J. Stroud richten sich die Blicke der Texans vor jeder Saison Richtung Playoffs. Auch im Jahr 2025 starteten die Texans mit diesem Ziel in die Saison und im dritten Jahr in Folge erreichten sie ihr Ziel und gewannen dazu auch noch die Wild Card Round. Doch wie in den beiden Jahren zuvor scheiterten die Texans erneut in der Divisional Round.
Die Texans hatten seit der Übernahme durch Head Coach DeMeco Ryans und dem Draft von C. J. Stroud in beiden Saisons einen Record von 10-7 erzielt und waren damit in die Playoffs eingezogen. Auch wenn sie in beiden Saisons nach zwei Spielen aus den Playoffs ausgeschieden waren, standen die Zeichen gut für eine weitere erfolgreiche Saison im Jahr 2025. Das Team aus Houston veränderte den Kader nur geringfügig in der Offseason und verlor mit Stefon Diggs nur einen Superstar in der Free Agency.
Im Gegenzug verstärkten sich die Texans in der Offensive Line. Im Draft tradeten die Texans ihren First-Round-Pick zu den New York Giants und erhielten im Gegenzug den Second-Round-Pick der Giants und weiteres Draft-Kapital in der Zukunft. Im Draft investierten die Texans viel in die Offense und nutzten vier ihrer ersten fünf Draft-Picks für Offensivkräfte, unter anderem für die beiden Wide Receiver Jayden Higgins und Jaylin Noel sowie für Running Back Woody Marks. Durch diese eher ruhige Offseason erhofften sich die Texans eine ähnlich gute Saison wie die Jahre zuvor.
In der Preseason präsentierte sich das Team im dritten Jahr von Head Coach DeMeco Ryans ordentlich und ging mit einem Record von 2-1 positiv in die neue Saison. Doch der Saisonstart der Texans entwickelte sich zu einem Albtraum. Die ersten drei Spiele verloren die Texans allesamt gegen die Rams, die Buccaneers und gegen den Divisionsrivalen Jacksonville Jaguars. Nach dem Schock zum Saisonbeginn folgten für die Texans aber zwei Siege in Folge, ehe sie gegen den späteren Super-Bowl-Champion Seattle Seahawks verloren.
Doch in Woche 8 folgte die nächste bittere Nachricht für die Texans. Star-Quarterback C. J. Stroud verletzte sich beim Sieg gegen die San Francisco 49er und fiel für vier Spiele aus. In dieser Zeit übernahm Backup-Quarterback Davis Mills das Kommando über die Offense und führte die Texans zu drei überraschenden Siegen aus vier Spielen. Diesen positiven Trend konnte auch Stroud nach seiner Rückkehr fortsetzen und die Texans verloren bis zum Ende der Saison kein einziges Spiel mehr. Mit neun Siegen in Folge beendeten die Texans eine sehr erfolgreiche Regular Season und qualifizierten sich auf Platz 2 der AFC South hinter den Jaguars für die Playoffs.
In der Wild Card Round mussten die Texans nach Pittsburgh. Gegen die Steelers erwartete das Team von DeMeco Ryans einen schweren Kampf, der besonders durch die beiden Defenses entschieden werden würde. Doch es kam ganz anders. Die Texans erwischten einen Sahnetag und dominierten die Steelers mit 30:6.
Eine Woche später trafen die Texans auf die New England Patriots. Das Spiel entwickelte sich zu einem Fiasko auf beiden Seiten, besonders aber für C. J. Stroud. Der junge Quarterback warf vier Interceptions und hatte einen rabenschwarzen Tag. Die Texans verloren erneut in der Divisional Round gegen schwache Patriots mit 28:16.
Bei einer so erfolgreichen Saison bleiben nur wenige Dinge, die wirklich negativ aufgefallen sind. Die Texans erreichten ihren tiefsten Punkt in der Saison schon wie die beiden Jahre zuvor in der Divisional Round. Doch dieses Jahr war es aufgrund der vielen vermeidbaren Fehler besonders bitter für die Texans. Gegen ein wackelndes Patriots-Team unterliefen Stroud viel zu viele Fehler und seine vier Interceptions besiegelten die Niederlage. Stroud brachte zudem deutlich weniger als die Hälfte seiner Pässe an und beendete das Spiel mit einem Passer Rating von 28,2.
Zudem machte sich der Verlust von Star-Wide-Receiver Nico Collins in dem Spiel stark bemerkbar. Collins war wegen einer Gehirnerschütterung für das Spiel gegen die Patriots ausgefallen und ohne ihn fehlte den Texans die Durchschlagskraft im Passspiel. Obwohl die Texans zwei Receiver in Runde 2 und 3 des Drafts ausgewählt hatten, hatte keiner von beiden einen großen Einfluss auf das Spiel und wurde der Rolle als Nummer-Zwei-Receiver wirklich gerecht.
Die Texans spielten trotz des bitteren Ausscheidens gegen die Patriots eine sehr gute Saison und konnten ihren Record von 10-7 aus den Saisons 2023 und 2024 noch auf 12-5 verbessern. Auch Stroud entwickelte sich gut weiter und behielt seine gute Verbindung zu Wide Receiver Nico Collins bei. Zudem zeigten die Texans ihre Fähigkeit, sich von Rückschlägen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und kamen nach den ersten drei Niederlagen zu Saisonbeginn und einem Record von 3-5 in Woche 9 mit einer bärenstarken Siegesserie zurück.

Auch Rookie-Running-Back Woody Marks entwickelte sich sehr gut und war neben Nick Chubb der wichtigste Spieler im Laufspiel. Mit 703 Yards und zwei Touchdowns lieferte er gute Statistiken für einen Running Back aus der dritten Runde des Drafts und zeigte auch im Playoff-Spiel gegen die Steelers sein Potenzial.
Die Texans haben eine gute Saison gespielt und können am Ende zufrieden mit der eigenen Leistung sein. Natürlich hat jedes Team, das es in die Playoffs schafft, das Ziel, so weit wie möglich zu kommen - doch auch trotz der bitteren und vermeidbaren Niederlage gegen die Patriots war es eine akzeptable Saison der Texans.
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nhu